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Leben im Grenzbereich: Die Armut der Bauern


Noch vor 150 Jahren war das Leben der Bergbauern teilweise von Hunger, Entbehrungen und nicht abwendbaren Naturkatastrophen gekennzeichnet. Im Winter war man auf der Alm gefangen, der nächste Arzt unerreichbar.

Wenn im Tal unten die Wiesen schon lang im Saft gestanden sind, hat es auf dem Berg noch ein, zwei Monate gebraucht, bis der Frühling das Leben zurückgebracht hat. Frühjahrsputz ist auf einem Bergbauernhof oft gar erst im Juni gewesen. Zeit war rar, Arbeit viel, da mussten selbst die Kleinsten mit anpacken.

Der Kampf gegen den Berg

Mit dem ersten Sonnenstrahl im Frühling hat man schon wieder an den Vorrat für den nächsten Winter gedacht. Ein Acker auf dem Berg hat kaum ein Zehntel von dem hergegeben, was die gleiche Fläche im Tal getragen hat. Und ein einziger Regenguss hat oft noch das letzte bisserl von der eh schon mageren Erde den Hang ''obig'schwemmt''. Nachher musste man den Humus wieder ''aufi'tragen'', tagelang - "Erde schinden" hat das geheißen.

"Plagen hast dich können, wo du es mögen hast, die Kartoffeln sind trotzdem nicht groß geworden." Die raue Natur hat mit Mist bestochen werden wollen.

Im Tal sind die Bauern längst schon mit Traktoren gefahren, da haben sich die Bergleut' noch auf die Muskelkraft verlassen müssen. Oft waren die Hänge zu gefährlich für's Ross,dann haben die Bauern den Pflug eben selbst gezogen. Mit einer solchen Arbeit war die Jugend schnell vorbei.