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Die Geschichte des Bergbaus im Wörgetal


Die Geschichte des Bergbaus im Wörgetal beginnt im Frühjahr 1637. Ein altes Belehnungsbuch des Haller Bergrichters, dem das Ötztal wenigstens zeitweise unterstand, enthält über diesen Bergbau folgende Angaben:

„Ötztal 1637, den 12. Tag im März, empfangen der ehrbare Hans Portner, Michel Teixlpacher und Adam Hasslmayr einen alten verlegenen Bau, liegt im Ötztal am Joch, so dem Peter Achtzechner zu Aschland bekannt, obwohl er den alten Namen nicht mehr weiß. Wir nennen diesen Bau „Zu Unserer Frau Verkündigung“. Dieser Bau ist den Obgenannten verliehen zu ihren Rechten und Gerechtigkeiten nach dem Bergwerksgebrauch – und ist ihnen ab dem heutigen Tag gefreyt worden bis auf den nächsten Tag des hl. Georg.“

Weiters:
„Im Wörgetal in den Silzer Küh-Alpen. 1644, am 1. Tag im September, empfangen die ehrbaren Abraham Schwarz, Niklaus Mages, Stefan Höpperger und Hans Goldstein aus dem Imster Gericht einen Neuschürf-Bau in enem freien Feld, er liegt im Petersberger Gericht im Wörgetal in den Silzer Küh Alpen. Wir nennen diesen Bau St. Vortmee. Dieser Bau ist ihnen verliehen zu ihren Rechten und Gerechtigkeiten nach dem Bergwerksbrauch.„

1645, am 9. Februar empfängt der ehrsame Blasius Angermann aus Silz ein Neuschürfrecht, der Bau liegt im Wörgetal, auf der linken Seite gegen das Mittertal. Wir nennen diesen Bau St. Mathias. Dieser Bau ist verliehen nach dem Bergwerksbrauch.

1645, 26. April. An diesem Tag empfängt der ehrsame Blasius Angermann, Kupferschmied zu Silz, einen Neuschürf-Bau, er liegt im Wörgetal auf der linken Seite gegen das Mittertal (nederhalben). Der Bau hat anvor zu St. Peter geheißen. Dieser (Name) wird dabei verbleiben, es wird er dem Obgenannten nach Bergwerksbrach mit allen Rechten und Gerechtigkeiten verliehen.